Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems

kleine-hartlage die liberaleManfred Kleine-Hartlage: Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems

Edition Antaios, Schnellroda 2013

€ 19,–

 

Kleine-Hartlages bisherige Bücher handelten von den Gefahren, die der europäischen Zivilisation drohen: In „Das Dschihadsystem“ ging es um die aggressive Expansivität des Islam, in „Neue Weltordnung“ um die Verschmelzung und Vernichtung partikularer Strukturen zugunsten globaler, in „Warum ich kein Linker mehr bin“ um die Destruktivität linker Ideologie und die fatalen Folgen ihrer gesellschaftlichen Dominanz.

Auf den ersten Blick handelt es sich um Gefahren, die miteinander nichts zu tun haben und bloß zufällig gleichzeitig auftreten. Tatsächlich sind sie aber nicht nur vielfältig miteinander verknüpft, sie treffen auch alle auf dieselbe Gesellschaft, eine Gesellschaft, die, wie von einer merkwürdigen Lähmung befallen, die schleichende Demontage ihrer Grundlagen hinnimmt.

Nur wenigen Menschen dürfte bewußt sein, daß all die politischen Fehlentscheidungen, die solche problematischen bis katastrophalen Folgen zeitigen, einer inneren Logik folgen, nämlich der Logik einer bestimmten Ideologie, und damit ist keineswegs nur eine im engeren Sinne linke Ideologie gemeint. Linke Ideologie ist lediglich eine von zwei Hauptvarianten eines ideologischen Paradigmas, zu dem auch der Liberalismus gehört, und das konkurrenzlos das politische Denken in westlichen Gesellschaften beherrscht. Die Prämissen dieses Paradigmas sind schon seit langem nicht mehr Gegenstand qualifizierter Kritik in den Zentren der gesellschaftlichen Meinungsbildung, und sie sind in dem Maße, wie diese Kritik ausblieb, vom Publikum als Selbstverständlichkeiten verinnerlicht worden und deswegen als Bestandteile einer Ideologie kaum mehr erkennbar.

Es liegt in der Natur der Sache, daß eine Gesellschaft, die eine falsche Ideologie verinnerlicht hat, stets aufs neue von unerwarteten Entwicklungen unangenehm überrascht wird, daß sie aber deren Ursachen nicht erkennen und adäquate Antworten nicht finden kann, sofern sich in diesen Entwicklungen die innere Logik eben der fehlerhaften Ideologie entfaltet, deren Prämissen sakrosankt sind.

Unter solchen Umständen muß es bei oberflächlicher Kritik und zaghafter, erfolgloser Symptombekämpfung bleiben, die sich obendrein lediglich auf die bereits offen zutage liegenden Probleme beschränkt, diese isoliert voneinander angeht und nicht zu verhindern vermag, daß immer neue verhängnisvolle Fehlentwicklungen eingeleitet werden.

Die Partikularinteressen verantwortungsloser Machteliten und Interessengruppen tragen das Ihre dazu bei, die Gesellschaft in einem Netz ideologischer Fehlannahmen gefangenzuhalten, die es ihr unmöglich machen, ihre eigene Situation zu erkennen. Es handelt sich dabei nicht etwa um ein zufälliges Sammelsurium von Irrtümern, sondern um ein in sich schlüssiges, durchdachtes und immer weiter ausgebautes System von Unwahrheiten, das für die Gesellschaft, die an sie glaubt, selbstzerstörerische Konsequenzen hat: um ein lückenlos geschlossenes, soziopathologisches Wahnsystem.

Es geht in diesem Buch darum, die verborgenen Prämissen und Implikationen dieses Systems aufzudecken und die von ihm systematisch ausgeblendeten Wahrheiten zur Sprache zu bringen. Der Autor zeigt, daß zu diesen mißachteten Wahrheiten nahezu alles gehört, was naturgemäß zur Aufrechterhaltung von Gesellschaft erforderlich ist, und daß diese Ideologie eben deshalb auf die Dauer nur zu deren Zerstörung führen kann.

Gelingt es der Gesellschaft nicht, sich aus dem Netz der falschen Ideologeme zu befreien, so wird sie zuerst aufhören eine freie, und dann, eine zivilisierte Gesellschaft zu sein; am Ende werden die Überreste dessen, was einmal die europäische Zivilisation war, nur noch durch die Gewalt totalitärer Machtgebilde zusammengehalten werden können und diese Zivilisation sich als gescheitertes Experiment aus der sozialen Evolution verabschieden wie die Dinosaurier aus der biologischen.

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(auf Wunsch mit persönlicher Widmung des Autors)

 

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